Referenzen

"Den Masterstudiengang in Angewandter Ethik habe ich aus reiner Neugier belegt. Ich verfolgte damit kein eigentliches Berufsziel, sondern wollte die aktuellen Diskussionen besser verstehen und nicht nur aus einem Bauchgefühl heraus mitreden. Der Kurs hat mir aber nicht nur auf all diese Fragen zahlreiche Antworten gegeben, sondern auch viele neue Fragen aufgeworfen, die ich mir früher nie gestellt hätte. Für mich hat sich ein Zugang zu einer neuen Gedankenwelt eröffnet, aber auch zu vielen spannenden Menschen. Als Juristin interessiert mich natürlich vor allem das Zusammenspiel von Recht und Moral. In der juristischen Grundausbildung kommt diese Thematik meines Erachtens viel zu kurz und es macht mir grossen Spass, Themen wie Recht und Gerechtigkeit in den Unterricht einzuflechten und in Diskussionen mit meinen Studierenden immer wieder neue Fragen und Antworten zu erhalten."

Dr. iur. Marion Völger, MAE
Dozentin für Staats- und Verwaltungsrecht an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

"Als Berater mit naturwissenschaftlichem und betriebswirtschaftlichem Hintergrund leistete mir der Studiengang in angewandter Ethik im privaten wie auch im beruflichen Bereich einen wertvollen Beitrag, mich komplexen Fragestellungen aus einer weiteren Optik zu nähern. Dabei erwirbt man auch die Fähigkeit, sich allenfalls vom eigenen, meist emotional geprägten Standpunkt zu distanzieren und an offene Fragestellungen analytisch und argumentativ heranzugehen. Diese Kompetenz ist zweifellos nicht nur bei der Klärung von ethischen Fragen von grossem Nutzen."

Stephan Lanter, dipl. ing. FH und MAE
Management-Berater

"As a management consultant, I always felt that making business decisions was more than just adding up numbers. I enrolled in the MAE course to structure my thinking about the many non-financial elements of business decisions. I became fascinated by the relationship between formal rules and (un)desirable corporate conduct. First, I realized that, in business, a 'hand- shake deal' is (or ought to be) more important than the legal text of a contract. That goes for people and for companies. But it goes further: if we are truly autonomous, we must make our own decisions on how to act and cannot hide behind Bible, Koran, Marx, tradition or ... laws. If something is bad, we shouldn’t do it, even if the law allows it. And often we must do things that are not obligatory by law - or sometimes even forbidden. Therefore, for our decisions on how to act, it is irrelevant what the law says. At best, a law is a reflection of a majority opinion, and the simple fact that a majority of people voted for it doesn’t make something 'right'. In short: the ethics course made me into an anarchist! I now enjoy telling my CEO clients that their consultant is an anarchist, which is certainly not what they are accustomed to hear. Having gray hair, of course, helps me get away with this."

Pim den Hartog
Management Consultant

"Ein berühmter Mann hat mal in den 1950er-Jahren gesagt: 'Wirtschaft und Ethik, das geht nicht zusammen. Entscheiden Sie sich für das eine oder andere.' Ich habe mich u. a. deswegen für das Ethik-Studium entschieden, um meine gegenteilige Meinung bestätigt zu bekommen: Wirtschaft ohne Ethik, das geht gar nicht! Und siehe da, es gibt tatsächlich positive Zeichen (auch wenn weltweit noch vorwiegend unethisch gewirtschaftet wird). Für immer mehr Leute, für immer mehr Firmen sind ethische Fragen am Arbeitsplatz ein Thema. Das Studium hat mir geholfen, mich diesbezüglich zu sensibilisieren, insbesondere auch meine eigene Firma kritisch auf ihre ethische Exzellenz hin zu hinterfragen. Die Kunden schätzen mein zusätzliches Knowhow, und bei uns in der Geschäftsleitung sind ethische Fragen und Unternehmenskultur zu einem permanenten Thema geworden."

Martin Hofer, M.A. ETH und MAE
Partner bei Wüest und Partner AG

"Offene Fragen und Neugier haben mich zu diesem Studium geführt. Erhalten habe ich weit mehr als ich erwartet hatte. Offen bleiben viele Fragen, aber sie werden exakter. Die Perspektive zu wechseln, die Dinge von verschiedenen Seiten kritisch zu betrachten, das sind für mich Schlüsselpunkte, die ich aus dem Studium der angewandten Ethik mitgenommen habe. Bedeutend war dafür nicht zuletzt der Austausch mit Kursteilnehmern, die unterschiedlichste Hintergründe und Erfahrungen mitbrachten."

Dr. Agnes Genewein
Kinderärztin

"Als Betriebsökonom stosse ich immer wieder auf die Frage, wo die Grenzen der ökonomischen Gewinnmaximierung liegen. Ich habe gelernt, wie emotional geladene ethische Fragestellungen sachlich angegangen werden können, wie entsprechende Argumente aufgebaut werden und zu beurteilen sind - eine Fähigkeit, die mir heute in allen Bereichen, selbst bei der Beurteilung nichtethischer Themen sehr zu Gute kommt. Als bereichernd erlebt habe ich die heterogene interdisziplinäre Zusammensetzung der Studierendengruppe. Spannende Diskussionen waren vorprogrammiert."

Pascal Höhener
Betriebsökonom