M 5: Umweltethik

Herbstsemester 2019 / 2021

Modulverantwortung: Dr. Anna Deplazes Zemp, Dr. Ivo Wallimann-Helmer

ECTS-Punkte: 5

Themen u. a.:
Grundpositionen der Umweltethik: Anthropozentrismus, Pathozentrismus, Biozentrismus und alternative Ansätze; Tierethik; Artenschutz; Ökologie und Gentechnologie; Umwelt und Risiken; intergenerationelle Gerechtigkeit und Verantwortung für zukünftige Generationen; Nachhaltigkeit; Implementierungsfragen.
Dozierende:
Dr. Anna Deplazes-Zemp, Dr. Ivo Wallimann-Helmer u. a.

Termine 2019: 15./16.11., 22./23.11., 29./30.11., 6./7.12.2019

Termine 2021: 5./6.11., 12./13.11., 19./20.11., 26./27.11.2021

Während es traditioneller Ethik über Jahrhunderte hinweg vornehmlich um unser Verhältnis zu anderen Menschen ging, fragt die Ethik seit den 1960er-Jahren zunehmend auch nach dem ethisch richtigen Umgang mit Tieren und der Natur insgesamt. Mit den technologischen Möglichkeiten hat sich auch die Handlungsmacht des Menschen vervielfältigt. Zum Teil irreversible Eingriffe in die Natur sind die Folge. Aber was heisst es überhaupt, in die Natur einzugreifen? Schon bei der Definition der Begriffe «Natur» und «Umwelt» sind sich Ethikerinnen und Ethiker uneins. Strittig ist auch, ob die Natur in sich moralisch wertvoll und deshalb schützenswert sei und, wenn ja, weshalb. Notorisch unklar ist überdies, ob wir gegenüber allen oder nur gegenüber leidensfähigen Lebewesen moralische Verpflichtungen haben. Und wie könnte eine «nachhaltige Entwicklung», die so oft gefordert wird, konkret aussehen? Dass dazu eine gewisse Rücksichtsnahme gegenüber zukünftigen Generationen gehört, ist unbestritten. Aber wie könnte diese aussehen und wie kann sie begründet werden?